Vorerst nur als Diesel: Jeep Cherokee 2019 im Handel

Jeep Cherokee 2019

Es scheint kurios:: Während die meisten Hersteller den Diesel canceln, setzt ausgerechnet die US-Marke Jeep auf den Selbstzünder. Der neue Jeep Cherokee 2019 ist (vorerst) nur als Diesel erhältlich – ab sofort.

Seit 2013 steht die aktuelle Generation des Cherokee beim Händler. Entsprechend gab es Anfang des Jahres in Detroit (NAIAS) ein Facelift für den Ami. Eben das rollt Jeep nun in den Verkauf. Neben einem aufgefrischten Design bringt das Mittelklasse-SUV ein aufgefrischtes Interieur, mehr Gepäckraum und einen neuen MultiJet II Diesel mit.

Jeep Cherokee 2019: neues Exterieur

Äußerlich zeigt das Cherokee Facelift eine neue Front- und Heckpartie. Speziell die Front ist nun mit LED Scheinwerfern, Tagfahrleuchten sowie in helle Rahmen eingefasste Nebelleuchten gepimpt. Dazu spendiert Jeep seine neue „Wasserfall“-Motorhaube mit einem angeformten Grill, die zudem aus einer leichten Aluminium-Struktur besteht. Das Heck zeigt wiederum eine neue Klappe aus Komposit-Material, welche obendrein das Kennzeichen enthält. Bisher war dieses im Stoßfänger angebracht. Außerdem ist die Heckklappe mit einem neuen und höher positionierten Griff versehen. Die Rücklichter sind ebenfalls neu designt, ein rotes LED-Lichtband umrandet neuerdings Bremslicht und Blinker. Zuletzt ist die Heckklappe auf Wunsch (und somit Aufpreis) elektrisch per Fußkick unter den Stoßfänger zu öffnen.

Jeep Cherokee 2019: neues Interieur

Das Interieur des Cherokee frischt Jeep zum Modelljahr 2019 ebenfalls auf. Wenn auch eher im Detail, etwa mit verfeinerten Blenden in schwarzem Pianolack und satiniertem Chromdesign. Der Fahrer schaut auf digitale Instrumente, je nach Ausstattung in 8,9 cm und TFT oder sogar in 17,8 cm und Vollfarbe. In der neu designten Mittelarmkonsole finden sich Ablagen für Smartphones oder andere E-Geräte sowie ein USB-Anschluss. Top: Der Kofferraum fasst nun bis zu 70 Liter mehr, was ein Volumen von 570 Liter bedeutet. Möglich ist das Plus durch
eine neue Ausformung der Heckverkleidung.

Uconnect IV im Jeep Cherokee 2019

An Bord des Jeep Cherokee 2019 ist zudem das brandneue Uconnect Infotainment vierter Generation. Dieses bietet je nach Version (7.0 oder 8.4NAV) schnellere Prozessoren für kürzere Startzeiten und hochauflösende Grafiken. Apropos: Im Touchscreen ist auch auch die Bedienung für Klima und Audio zusammengefasst. Zu den Standard-Funktionen Bluetooth, Sprachsteuerung und USB- sowie AUX-Anschlüsse bringen beide Systeme Apple CarPlay und Android Auto mit. Außerdem Touchscreens mit kapazitiver Zoom-Funktion in den Größen 17,8 oder 21,3 cm.

Das Uconnect 8.4NAV enthält obendrein Navi sowie Spracheingabe des Ziels. Ferner bringt das Topsystem die Uconnect Live Services mit. Bei Anschluss eines Smartphones sind somit diverse Online-Dienste auf dem Touchscreen zu nutzen. Zum Beispiel Musikstreaming per Deezer, Tune In Radio, Nachrichten (Reuters) oder Navigation mit Infos in Echtzeit. Die nötige Uconnect LIVE App gibt es im App Store ebenso wie im Google Play Store. Serie beim Uconnect 8.4NAV ist ferner Connected Navigation (TomTom Live).

Assistenten im Jeep Cherokee 2019

Zu den aktiven und passiven Sicherheitsfeatures zählen schließlich diverse moderne Assistenten. Serie sind laut Jeep zum Beispiel:

  • Frontkollisionswarner mit Fußgänger-Notbremsung,
  • Spurhalteassistent,
  • Bremsassistent,
  • ein aktiver Geschwindigkeitsbegrenzer,
  • Totwinkel-Warner mit hinterer Querbewegungserkennung oder
  • Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien.

Acht Airbags runden die Ausstattung ebenso wie eine elektronische Überschlagsvermeidung, automatisches Einparken (quer und längs), ESC und die adaptive Cruise Control mit Abstandsregelung und Stopp & Go (Serie in den Versionen Limited und Overland) ab.

Jeep Cherokee 2019: neuer 2.2 MultiJet II Diesel

Als Antrieb steht dem aufgefrischten Cherokee des Modelljahres 2019 nur noch ein Diesel mit Turbo parat. Konkret der neue 2.2 MultiJet II, der je nach Wunsch 150 PS (110 kW) bzw. 195 PS (143 kW) liefert. Das sind jeweils 10 Pferdchen mehr als die Vorgänger. Der kleine Diesel generiert zudem 350 Nm und ist mit einer manuellen 6-Gang Schaltung gepaart. Außerdem mit Vorderrad- oder Vierradantrieb. Der große Diesel stemmt sogar 450 Nm und ist allein mit einer 9-Gang Wandlerautomatik zu haben. Sowie mit Vierradantrieb oder – erstmals im Cherokee – ebenfalls mit Vorderradantrieb. Den Allrad gibt es zudem auf Wunsch mit Geländeuntersetzung.

Jeep Cherokee 2019

Im Fazit erfüllt der Diesel dank Start-Stopp-System, SCR-Kat und Harnstoff-Einspritzung die Norm Euro 6d-temp. Zum neuen Jahr folgt ein zwei Liter großer Benziner mit 270 PS (199 kW). Apropos: Den Durst des großen Diesels verrät Jeep im Mix mit 6,1 bis 6,9 l/100 km (CO2: 161 bis 179 g/km). Werte für den kleinen Diesel liegen hingegen noch keine vor.

Jeep Cherokee 2019 gewohnt offroadfähig

Dafür verspricht Jeep wie gewohnt auch abseits fester Straßen besten Komfort. Dafür sorgen rundherum die Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen vorn sowie die Mehrlenker-Konstruktion hinten. Eine bessere Torsionssteifigkeit garantieren ein isolierter hinterer Hilfsrahmen und der vordere Querträger aus hochfester Stahllegierung. Die 4×4-Systeme sind zudem mit der überarbeiteten Selec Terrain Traktionskontrolle mit vier Modi (Auto, Snow, Sport, Sand/Mud) gepaart. Die besonders offroadtaugliche Version Cherokee Trailhawk bringt einen fünften Modus (Rock) mit. Alle 4×4-Systeme koppeln obendrein Hinterachse und Kardanwelle vollständig vom Antrieb, wenn der Allrad nicht nötig ist. Entsprechend spart das Mittelklasse-SUV Sprit, da die stillstehende Kardanwelle kein Schleppmoment erzeugt. Das Umschalten zwischen Front- und Vierradantrieb sowie auch das Management der Momente erfolgen ganz ohne Zutun des Fahrers.

Jeep Cherokee 2019 Marktstart & Preise

Im Handel steht der neue Cherokee übrigens seit Samstag (13. Oktober 2018) in drei Ausstattungen: Longitude, Limited und Overland. Eingepreist ist die Mittelklasse vorerst ab 41.500 Euro. Vorerst, weil anfangs nur der 195-PS-Diesel zu ordern ist. Der Diesel mit 150 Pferden dürfte natürlich ein paar Euro billiger ausfallen. Die besseren Versionen (ebenfalls mit 195 PS) starten bei 45.500 (Limited) respektive 51.500 Euro (Overland).

Bild & Video: Jeep / FCA

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