Dacia Spring Electric: Billigstromer startet ab 11.000 Euro

Dacia Spring Electric: Billigstromer steht 2021 im Handel

Dacia haut einen raus und zwar richtig. Ihren bereits im letzten Oktober vorgestellten Stromer Dacia Spring Electric bieten die Rumänen zum Kampfpreis von knapp 11.000 Euro an. Möglich sind Bestellungen ab sofort…

Die Spatzen pfiffen es längst von den Dächern: Renault bringt sein Stromer-SUV K-ZE nach Europa. Und zwar unter dem Label seiner Billigtochter Dacia. Nun ist Fakt: 2021 ist es so weit. Dann rollt der Dacia Spring Electric zum Händler. Basis, Technik und Optik sind bekannt, weil vom Renault K-ZE (China) übernommen. Viele Überraschungen gibt es also nicht.

Erster Dacia-Stromer misst 3,73 m

Die Länge beträgt 3,73 m, die Breite 1,62 bzw. mit Spiegeln 1,77 m. Entsprechend ist das SUV quasi perfekt für die den urbanen Dschungel ausgelegt. Die Höhe misst übrigens 1,49 m (mit Dachreling 1,51 m). Platz finden allerdings nur vier Insassen. Apropos: Der Radstand misst 2,42 m. Der Kofferraum schluckt 300 l, bei umgelegten Fondlehnen sogar 600 l. Außerdem kündet Dacia eine Cargo-Version an. Diese bietet – dank ausgebauter Fondbank – 800 l Ladevolumen sowie 325 kg Nutzlast.

Die Optik entspricht ebenfalls dem Renault-Modell. Die Schultern sind breit, die Motorhaube konturiert. Dazu gibt es eine Dachreling, Seitenschweller, schmale LED-Scheinwerfer und einen Grill mit 3D-Elementen. Für den Offroad-Look sorgen typische Kunststoffplanken an den Radkästen sowie die Bodenfreiheit von 150 mm. Der Stromanschluss ist hinter dem Dacia-Logo versteckt.

Das Heck ist mit einem farblich abgesetzten Unterfahrschutz gepimpt. Die Rücklichter zeigen die Form eines waagerechten „Y“, was an die Tagfahrlichter des neuen Sandero erinnert. Den Kontakt zur Straße übernehmen schließlich Räder in bis zu 16 Zoll.

Dacia Spring Electric: 44 PS und 225 km

Mager scheint die Leistung. Der verbaute E-Motor liefert gerade mal 33 kW bzw. 44 PS. Außerdem 125 Nm maximales Drehmoment. Dafür hebt Renault die Top Speed des K-ZE von 105 auf 125 km/h an. Für die Stadt sollte das also ausreichen. Ebenso wie der eher kleine Akku mit nur 27,4 kWh. Diese reichen dem Dacia Spring Electric für 225 km nach WLTP. Im reinen Stadtmodus (WLTP City) verspricht Renault sogar bis zu 295 km. Mit einem speziellen Eco-Modus sind zudem noch mal runde 10 % extra drin. Allerdings reduziert jener Modus die Leistung auf nur noch 23 kW (31 PS). Ebenso wie die Spitze auf 100 km/h. Langt für die Stadt aber immer noch. Apropos: Befeuert ist der Spring generell per Frontantrieb.

Etwas lahm dürfte E-Fans das Laden aufstoßen. Der Dacia Spring Electric kann Wechselstrom mit 6,6 kW ziehen, Gleichstrom mit maximal 30 kW. Wobei die zweite Option Aufpreis kostet. Immerhin ist so der Akku in unter einer Stunde komplett neu geladen. An einer Wallbox mit 7,4 kW dauert der Vorgang gute fünf Stunden, mit 3,7 kW an die acht Stunden. An der typischen Steckdose schließlich um die 14 Stunden.

Die Ausstattung ist recht spartanisch

Ebenfalls recht spartanisch erscheint die Ausstattung. Das Cockpit setzt auf zwei Rundinstrumente, zwischen denen ein Display in 3,5 Zoll aufblitzt. Als Option ist das Media Nav Multimedia mit einem sieben Zoll großen Screen, DAB-Radio, Bluetooth, USB sowie Apple CarPlay und Android Auto zu haben. Auch Klima, elektrische Spiegel oder gar ein Reserverad gehen extra. Gleiches gilt für das auf dem Bild zu sehende „Orange-Paket“ mit entsprechenden Farbtupfern. Serie sind dagegen elektrische Fensterheber, Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Notbremser mit Frontradar oder die neue App MY Dacia. Mit dieser kann der Fahrer zum Beispiel den Akkustand abfragen oder den Wagen klimatisieren und orten.

Modern scheint zudem das Drehrad statt des Schalthebels. Dieses bietet drei Positionen:

  • D (drive)
  • N (neutral) sowie
  • R (return = rückwärts)
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Ein P (Parken) gibt es nicht. Dafür denkt Dacia an Stauraum, zumindest vorn. Das Handschuhfach ist recht geräumig, weitere Fächer sind in den Türen und in der Mittelkonsole vorhanden. Außerdem an den Rückseiten der Vordersitze.

Dacia Spring Electric: nur 11.000 Euro nach Bonus

Seit dem 20. März ist der Stromer zu ordern, womit auch endlich die Preise offiziell sind. Kurz und knapp: Eingepreist ist der Rumäne ab 20.490 Euro. Abzüglich Umweltbonus kostet das E-SUV somit nur 10.920 Euro. Kleines Aber: Die Basisversion „Comfort“ ist in Deutschland erst „später bestellbar“. Zum Marktstart im Herbst 2021 müssen sich Käufer erst mal mit der besseren, aber auch dezent teureren Ausstattung „Comfort Plus“ abfinden. Diese ist ab 21.790 Euro vor Förderung bzw. 12.220 Euro nach Förderung zu haben.

Der größte Unterschied zwischen beiden Linien ist mit der Schnellladeoption via CSS und 30 kW erklärt. Im Basismodell „Comfort“ ist diese nicht verfügbar. In der Linie „Comfort Plus“ dagegen für 600 Euro Aufpreis. In Frankreich ist der Billig-Stromer übrigens deutlich günstiger. Die Version „Comfort“ ist bei unseren Nachbarn ab 16.990 Euro zu ordern, die bessere Linie „Comfort Plus“ ab 18.490 Euro. Erklärt ist das wohl mit der in Deutschland höheren Förderung für E-Autos.

Bild: Renault / Alex Aristei / Publicis Conseil

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