Auto selbst lackieren? In 9 Schritten zum Top-Ergebnis

Auto selbst lackieren? In 9 Schritten zum Top-Ergebnis

Sie haben einen Kratzer im Lack? Das können Sie durchaus selbst reparieren. Natürlich müssen Sie ein paar Dinge beachten, wenn Sie Ihr Auto selbst lackieren. Mit unserer Anleitung ist das aber kein Problem…

Zuerst einmal: Auto lackieren ist nicht gleich Auto lackieren. Dieser Ratgeber ist eher für kleine Kratzer und Schmarren gedacht. Nicht jedoch, um ein ganzes Auto zu lackieren. Das ist nicht umsonst ein Handwerk, das Know-how und Erfahrung voraussetzt. Von daher ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu erkennen. Selbst zu lackieren ist daher keine gute Idee, wenn…

  • Sie das Auto demnächst verkaufen möchten
  • Sie nicht der Eigentümer des Fahrzeugs sind
  • das Auto aus dem hochpreisigen Segment stammt
  • Sie den Wagen zu repräsentativen Zwecken nutzen

In diesen Fällen überlassen Sie den Job besser einem Fachmann. Eine Lackierung in Heimarbeit ist immer sichtbar und wirkt sich somit auf den Wert des Fahrzeugs aus.

Sprühlackieren, Rollen & Folieren…

Zum lackieren stehen Ihnen übrigens drei Verfahren zur Option. Und zwar das

  • Sprühlackieren
    Die sicher bekannteste Methode: Per Autolack Spraydose oder (noch besser) Sprühpistole tragen Sie den neuen Lack auf, fertig. Ganz so einfach ist es zugegeben nicht, kleine Lackschäden sind so jedoch schnell behoben. Halten Sie 30 cm Abstand und kleben die Sie Sprühfläche gut ab. Für einen kleinen Lackschaden reicht übrigens eine Spraydose. Eine Komplettlackierung setzt dagegen eine Pistole samt Kompressor voraus. Wichtig: Ein Atemschutz ist bei diesem Verfahren ein Muss.
  • Rollen
    Ebenfalls bekannt, aber eher vom typischen Weißen in der Wohnung ist das Rollen. Sie setzen also auf rollbare Lackfarbe, was für kleine Gewerbefahrzeuge durchaus reicht. Tatsächlich schaut ein gut (via Kreuzgang) gerollter Wagen nicht schlechter als ein schlecht sprühlackierter aus. Zumal Rollen deutlich einfacher ist. Davon ab brauchen Sie bei dieser Methode keinen Atemschutz. Als Werkzeuge reichen Zeitungspapier, eine Malerwanne sowie eine Gummifarbrolle für glatte Oberflächen und eine geflöhte Farbrolle für raue Oberflächen.
  • Folieren
    Diese Option ist schließlich so sauber wie obendrein effizient. Allerdings verlangt das blasenfreie Auftragen der Folie Übung und Know-how. Davon ab ist folieren nicht billig.

Auto selbst lackieren: Vorbereitung ist alles

Eine gute Lackierung macht vor allem eine gute Vorbereitung aus. So geht’s…

  1. Auto waschen
    Zuerst müssen Sie das Auto gründlich waschen. Top sind eine Waschbox oder Handwäsche. Nutzen Sie eine Waschstraße, verzichten Sie auf Heißwachs.
  2. Teile abbauen
    Anschließend bauen Sie das betreffende Teil nach Möglichkeit ab. Möchten Sie Ihren Wagen komplett lackieren, sollte alles ab, was geht. Lichter, Blinker, Zierleisten, Scheibenwischer, Türgriffe.
  3. Stellen abkleben
    Alles andere kleben Sie mit einem guten Krepp-Klebeband ab. Scheiben samt Gummis, die Hohlräume der Lichter, Dachreling etc. Bei einem lokalen Lackschaden reicht die betreffende Stelle.
  4. Beulen beheben
    Beseitigen Sie Beulen und Schrammen. Das verspricht nach der Lackierung einen bessere Optik.
  5. Lack anschleifen
    Schleifen Sie mit 400er oder 600er Schleifpapier den alten Lack an, damit die neue Farbe haften kann. Vorsicht bei Ecken und Kanten: Hier ist die Lackierung meist sehr dünn. Schleifen Sie die alte Farbe nicht bis aufs Blech ab.
  6. Silikonreiniger
    Entfernen Sie den Staub vom Schleifen und Spachteln mit Silikonreiniger. Dieser entfettet gleichzeitig, weswegen Sie den Reiniger großzügig verwenden sollten.

    Jetzt ist Ihr Wagen bestens für die Lackierung vorbereitet. Wollen Sie das Fahrzeug verkaufen oder dessen Wert steigern, sollte nun ein Profi ran. Die Komplettlackierung eines Kleinwagens kostet übrigens 1.000 bis 3.000 Euro, einer Mittelklasse 3.000 zu 5.000 Euro. Mit Ihrem Einsatz sparen Sie jedoch 50 bis 70 Prozent.

  7. Arbeitsplatz vorbereiten
    Wichtig zum Auto selbst lackieren ist ein geeigneter Arbeitsplatz mit Dach. Also am besten eine Garage. Haben Sie nur ein Carport, schließen Sie die Seiten unbedingt mit Malerfolie. So kann der Lack aushärten und Sie halten Staub und Insekten fern.

    Obacht: Bei einer Sprühlackierung entsteht Farbnebel, der sich überall verteilt. Kleben Sie daher auch die Garage gut mit Malerfolie ab.

  8. Auto lackieren
    Tragen Sie den neuen Lack auf. Zuerst in großen horizontalen Bahnen in drei vier dünnen Schichten den Basislack. Ist dieser trocken, schleifen Sie den Lack vorsichtig an und reinigen die Fläche mit Wasser. Danach folgt in gleicher Weise der Klarlack.
  9. Lack polieren
    Zuletzt polieren Sie den Lack und bessern so eventuelle Ungenauigkeiten aus.

Das war’s, das Auto ist fertig lackiert.

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