Volvo XC40 Recharge: Stromer startet ab 62.000 Euro

Volvo XC40 Recharge: Erster Volvo-Stromer startet Ende 2020

Sein Debüt gab der Volvo XC40 Recharge bereits letzten Oktober. Nun rollt Volvo seinen ersten Stromer endlich in die deutschen Autohäuser – und zwar ab 62.000 Euro. Bestellungen sind ab sofort möglich.

Der neue XC40 mit Benziner, Diesel und Plug-in steht längst beim Händler. Nun legt Volvo nach: mit einer reinen E-Version. Dem Volvo XC40 Recharge. Dem ersten vollelektrischen Volvo überhaupt. Obwohl der Stromer auf dem konventionellen Modell baut, feiert Volvo den „Recharge“ als Meilenstein. Apropos: Den Beinamen „Recharge“ tragen künftig alle Volvo mit Ladekabel. Eingeschlossen Plug-in-Hybride, die Volvo bisher als „Twin Engine“ verkaufte. Der Hersteller will jedenfalls bis 2025 Jahr für Jahr ein neues Elektroauto vorstellen.

Volvo Präsident und CEO Håkan Samuelsson:
„Wir haben das schon mehrmals gesagt: Die Zukunft von Volvo ist elektrisch. Heute machen wir mit der Vorstellung des vollelektrischen Volvo XC40 und der Modelllinie Recharge einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung.“

XC40 Recharge liefert 408 Elektro-Pferde

Der E-Antrieb des ersten Volvo Recharge besteht aus gleich zwei E-Motoren mit je 150 kW oder 204 PS. Macht im Fazit: 300 kW bzw. 408 PS. Außerdem ein sattes Drehmoment von zwei Mal 330 oder eben 660 Nm. Mehr noch: Einer der E-Motoren wirkt auf die Vorderachse, der zweite auf die Hinterachse. Fertig ist der elektrische Allrader. So rennt der Volvo XC40 Recharge in nur 4,9 Sekunden von null auf Tempo 100 sowie 180 km/h Spitze.

Als Batterie dient ein Akku mit 78 kWh brutto bzw. 75 kWh netto, der laut WLTP über 400 km ermöglicht. Den Verbrauch nennt Volvo mit 22,0 kWh/100 km. Neu geladen ist jener Akku an einem Schnelllader (DC á 150 kW) in nur 40 Minuten zu 80 Prozent. An der heimischen Wallbox (AC á 11 kW) dauert das Laden satte 7,5 Stunden, ebenfalls zu 80 Prozent.

XC40-Stromer basiert auf CMA-Plattform

Wie der Verbrenner steht der XC40 Recharge auf der kompakten Plattform CMA, die Volvo zusammen mit der chinesischen Mutter Geely entwickelte. Auf dieser baut übrigens auch der neue Polestar 2 auf. Antrieb und Akku sind ebenfalls identisch. Die Maße des Stromers – Länge 442,5 cm, Breite (mit Spiegel) 203,4 cm, Höhe 165,2 cm – entsprechen wieder wenig überraschend dem konventionellen XC40. Der Kofferraum schluckt 413 bis 1.342 l, damit etwas weniger als im Verbrenner (460 bis 1.360 l). Dafür bietet der Volvo XC40 Recharge einen Frunk. Also eine vorderen Kofferraum mit zusätzlichen 31 l Volumen. Die zulässige Anhängelast verrät Volvo mit max. 1.500 kg, die Dachlast mit max. 75 kg.

Volvo XC40 Recharge Cockpit

Optisch fallen vor allem der nun geschlossene Grill sowie der fehlende Auspuff auf. Außerdem der Ladeanschluss im linken Kotflügel hinten. Auf der C-Säule ist dezent der Schriftzug RECHARGE angebracht. Der offizielle Modellname scheint übrigens Volvo XC40 P8 AWD Recharge zu sein. Möglich, dass Volvo weitere Elektro-XC40 mit weniger Leistung plant.

Elektro-XC40 mit neuem Infotainment

Das Cockpit gleicht dem Verbrenner – mit Ausnahme der Instrumente. Volvo verbaut im XC40 Recharge nämlich erstmals ein neues Infotainment. Dieses basiert (erstmals bei Volvo überhaupt) auf Android von Google und ist vollständig mit Volvo on Call vernetzt. Entsprechend stehen über die digitale Volvo Plattform diverse Online-Services zur Option. Aus dem Google Play Store sind zudem typische „in-Car-Apps“ zu integrieren. Ebenfalls enthalten: Updates „over the air“ und Sprachsteuerung per Google Assistant. Alternativ ist die Bedienung über einen neun Zoll großen Touchscreen möglich. Dieser erlaubt eine (O-Ton Volvo) „beispiellose Personalisierung und intuitive Bedienbarkeit“. Dazu kommen ein Navi per Google Maps und ein Zugang zum Google Play Store zum Download weiterer Apps. Für die ersten vier Jahre spendiert Volvo übrigens unbegrenztes Datenvolumen.

Für guten Sound sorgt schließlich ein High Performance Audiosystem. Samt acht Lautsprechern mit 250 Watt, Air-Woofer-Technik, DAB+ (digitales Radio), Freisprecheinrichtung via Bluetooth und wieder Sprachsteuerung. Ebenfalls zur Ausstattung zählen eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad und -schalthebel, Sitz- und Lenkradheizung, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel, eine elektrisch öffnende Heckklappe sowie ein Dachhimmel in Anthrazit. Per Volvo on Call App ist der Stromer außerdem vorklimatisierbar. Der „Convenient Entry und Start“ ermöglicht wiederum einen sofortigen Start des Fahrzeugs. Hierzu ist lediglich das Bremspedal zu betätigen und ein Gang einzulegen.

Assistenten, Sicherheit und Preise

Wenig überraschend bringt der Elektro-XC40 auch bei den Assistenten alles mit, was heute für Komfort und Sicherheit die Norm sind. Serie sind zum Beispiel

  • das Notbremssystem Volvo City Safety
  • ein aktiver Spurhalteassistent
  • Oncoming Lane Mitigation (verhindert Unfälle mit Gegenverkehr)
  • Road Edge Detection (erkennt Rand der Fahrbahn)
  • Run-off Road Protection (schützt Insassen beim Abkommen von der Straße)

Davon ab ist beim Volvo XC40 Recharge die Front verstärkt, um das Fehlen des Verbrenners zu kompensieren. Der Akku ist mit einem Sicherheitskäfig geschützt und im Fahrzeugboden sowie in der Mitte der Karosseriestruktur verbaut. Apropos Front: Dank dem Wegfall des Verbrenners steht hier nun ein „Frunk“ zur Option, der zusätzlichen Stauraum bietet. Außerdem kann der Volvo XC40 Recharge eine Anhängelast von bis zu 1.500 kg ziehen.

Eingepreist ist das Elektro-SUV ab 62.000 Euro. Zur Wahl steht der Stromer vorerst allein der sportliche Linie R-Design.

Bilder & Video: Volvo

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