Tesla Model Y 2020: Kompakter Crossover auf Model 3-Basis

Tesla Model Y 2020

Das ist er, der nächste Tesla. Konkret der Tesla Model Y 2020. Die Basis stellt der Model 3, Start soll im Herbst 2020 sein. Zumindest in den USA. Deutschland folgt wohl erst 2022. Immerhin gibt es schon Preise.

Angekündigt war er längst, nun ist der Vorhang gefallen. Letzte Woche enthüllte Tesla den kommenden Model Y, ein Kompakt-SUV. Das Aber folgt prompt: Marktstart in den USA ist erst im Herbst 2020. Wie gehabt bringt Tesla zuerst die (teuren) Versionen „Longe Range“ mit großem Akku, „Dual“ mit zwei E-Motoren auf Vorder- und Hinterachse und „Performance“ (Sportversion) auf den Markt. Preise gibt es ebenfalls schon. Los geht es laut Tesla ab 39.000 Dollar. Wohlgemerkt ohne Steuern, da in den USA jeder Bundesstaat seine eigenen Steuersatz erhebt. Das Basismodell (Standard Range) folgt außerdem erst zum Frühling 2021. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind sogar erst Anfang 2022 dran. Und das auch nur, wenn Tesla – Stichwort Model 3 und die „Produktionshölle“ (Copyright Elon Musk) – keine Startschwierigkeiten hat.

Tesla Model Y 2020: mindestens 370 km

Technisch kann der Model Y aber durchaus überzeugen. Bereits das Basismodell soll auf 230 Meilen bzw. 370 km Reichweite kommen. Der Long Range schafft sogar 300 Meilen bzw. runde 480 km. Der deutsche Konfigurator nennt nach WLTP sogar 540 km. Allerdings ist der amerikanische EPA-Zyklus deutlich näher an der Realität. Apropos: Zu bestellen ist der Tesla Model Y 2020 tatsächlich ab sofort sowie für 2.000 Euro Anzahlung. Zur Wahl stehen vorerst…

  • Tesla Model Y Long Range mit Heckantrieb
    Reichweite: 540 km, Spitze: 209 km/h, 0 – 100 km/h: 5,8 Sekunden
    Preis: 55.000 Euro
  • Tesla Model Y Long Range Dual Motor (Allrad)
    Reichweite: 505 km, Spitze: 217 km/h, 0 – 100 km/h: 5,1 Sekunden
    Preis: 59.000 Euro
  • Tesla Model Y Performance (Allrad)
    Reichweite: 480 km, Spitze: 241 km/h, 0 – 100 km/h: 3,7 Sekunden
    Preis: 67.000 Euro
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Mit Vollausstattung sind sogar deutlich über 80.000 Euro fällig. in Österreich verlangt Tesla übrigens 56.000 für den Hecktriebler. Dual und Performance kosten 60.000 bzw. 68.000 Euro. Dazu kommt jeweils eine Bearbeitungsgebühr von 980 Euro. Schweizer zahlen wiederum 57.000 Franken für den Hecktriebler bzw. 61.000 Franken für den Allrader und 70.000 Franken für den Performance. Wie in Österreich kommt eine Bearbeitungsgebühr von jeweils 990 Franken dazu.

Die Basis des Model Y stellt übrigens die Ende 2017 vorgestellte Mittelklasse Model 3. Das Weniger an Reichweite ist mit dem Segment des Model Y erklärt. Wobei der Y wie schon der große Tesla Model X weniger ein SUV, sondern ein SUV-Coupé und somit Crossover ist. So pimpt Tesla den Luftwiderstand auf nur 0,23 cW. Musk jedenfalls spuckt einmal mehr große Töne. Der Model Y ist so praktisch wie ein SUV, fährt jedoch wie ein Sportler. Zugegeben: Dank Elektroantrieb ist die Aussage nicht abwegig.

Tesla Model Y: 75 % Gleichteile mit Model 3

Die Basis ist jedenfalls kein Zufall, spart diese doch Entwicklungskosten. Außerdem kann der Y so viele Teile vom Dreier übernehmen. Das spart ebenfalls Kosten. Und zwar genug, denn der Tesla Model Y 2020 nutzt 75 (!) Prozent der Model 3-Teile. So müsste der Y tatsächlich deutlich schneller durch die Produktionshölle kommen wie der Model 3, bei welchem Tesla arge Probleme hatte. Die einst gedachte eigene Plattform war wohl auch deswegen schnell wieder vom Tisch. Obwohl diese angeblich billiger in der Produktion gewesen wäre.

Tesla Model Y 2020

Optisch lehnt sich der Tesla Model Y 2020 ebenfalls deutlich an den Tesla Model 3 an. Die Front scheint fast eins zu eins übernommen. Auf den zweiten (dritten) Blick fällt Kennern jedoch die weiter vorn platzierte A-Säule auf. Die Türausschnitte sind ebenfalls andere. Dazu gibt es Applikationen aus Kunststoff, welche die Höhe kaschieren sollen. Käufer dürfen sich obendrein über einen richtige Heckklappe freuen, die beim Model 3 doch recht klein gehalten ist. Technische Spielereien wie die teuren, weil aufwändigen Falcon Wings wie beim Model X unterlassen die Kalifornier. Fazit: Wirklich neu wirkt der Tesla Model Y 2020 wegen der vielen Gleichteile nicht.

Zumal der Y auch das Interieur des Dreiers übernimmt. Neu ist allerdings eine dritte Sitzreihe. Wie Tesla diese im Kompakten unterbringen will, verraten die Amis allerdings nicht. Ob Tesla wie VW beim Tiguan eine Langversion plant, ist offen. Tesla verspricht jedenfalls im Model Y Platz für bis zu sieben Erwachsene. Der Aufpreis des 7-Sitzers soll außerdem bei nur 3.100 Euro liegen. Ebenfalls extra gehen ein Panorama-Glasdach, der Autopilot (3.100 Euro) oder autonome Fahrfunktionen (5.200 Euro). Apropos: Das Strom zapfen an den Tesla Superchargern ist wie schon beim Model 3 kostenpflichtig.

Spielverderber: Ford is killing S-E-X

So oder so, Tesla setzt auf den Model Y große Hoffnungen. Der kompakte Crossover soll sich besser verkaufen als Model S, Model X und Model 3 zusammen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Zum einen dürften die Anlaufschwierigkeiten beim Dreier viele Tesla-Fans verschreckt haben. Zweitens ist das Segment der kompakten SUVs alles andere als schlecht besetzt. Ganz im Gegenteil. Drittens bekommen die Kalifornier immer mehr Konkurrenz – auch unter den Elektroautos. Zum Beispiel Hyundai Kona Elektro, Kia e-Niro oder der kommende Q4 e-tron von Audi. Ein Vorteil der Amerikaner ist zugegeben die Gigafactory, wo Tesla zusammen mit Panasonic seine eigenen Akkus produziert. So hat Tesla im Gegensatz zur Konkurrenz keine Probleme, Batterien für seine Stromer aufzutreiben.

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Wo der Tesla Model Y 2020 vom Band rollt, ist ebenfalls noch offen. Das Tesla-Werk in Freemont fällt aus. Dieses platzt wegen den bisherigen Modellen S, X und 3 bereits „aus allen Nähten“ (O-Ton Elon Musk). Möglich, dass Tesla auf seine Gigafactory in Reno ausweicht. Außerdem dürften die Amis für den asiatischen Markt in China produzieren. Eine Fabrik ist bereits im Bau. Ein Gelände für eine zweite Gigafactory kaufte Tesla in Shanghai, Ende 2020 soll diese fertig sein.

Den Slogan S-E-X-Y – aus Model S, Model E (Model 3), Model X und Model Y – versaute Tesla übrigens Ford. Der Big Player sicherte sich die Rechte am Model E vor Tesla, das entsprechende Modell soll als Stromer ausgerechnet auf Tesla zielen. Musk kommentierte das damals mit „Ford is killing S-E-X“. So wurde aus dem Model E der Model 3 und aus S-E-X bzw. S-E-X-Y der Slogan S-3-X respektive S-3-X-Y. Doch auch beim Y könnte Tesla Ärger ins Haus stehen. Einen Ford Model Y gab es bereits in den 1930ern.

Bild: Tesla

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